Tickessa AI mit Kontingent
Tickessa AI ist ein optionaler KI-Zugang, bei dem Tickessa den externen Provider technisch über ein getrenntes Gateway bereitstellt. Deine Installation erhält keinen Provider-Schlüssel. Sie verwendet stattdessen eine widerrufbare Instanz-ID und ein eigenes Zugangstoken.
Die Oberfläche und die sichere Gateway-Schnittstelle sind vorbereitet. Eine reale Instanz, Providerkosten und produktive Nutzung werden erst nach Vertrag, Datenschutzprüfung und ausdrücklicher Freigabe eingerichtet. Ohne ausgegebene Instanz-ID bleibt dieser Bereich wirkungslos.
Ein gespeicherter Zugang aktiviert noch keine KI-Aufgabe und niemals automatischen E-Mail-Versand. Projektbetriebsart, Aufgabenregel, Modell und lokales Kostenbudget bleiben getrennte Freigaben.
Was das Gateway erlaubt
Das Gateway ist kein frei verwendbarer Provider-Proxy. Eine Instanz darf nur:
- die vertraglich freigegebenen Tickessa-Funktionen aufrufen,
- die ihr zugewiesenen Modellprofile verwenden,
- den eigenen Verbindungs- und Monatsstatus lesen,
- das eigene Kontingent sehen.
Freie Providerpfade, Provider-Schlüssel und Kontingente anderer Kunden sind nicht erreichbar. Das Vertriebsportal verwaltet den Anspruch, ist aber nicht der Speicherort für Ticket- oder E-Mail-Inhalte.
Zugang koppeln
Du erhältst Instanz-ID und Zugangstoken über einen sicheren getrennten Kanal. Öffne Einstellungen → KI-Anbieter → Tickessa AI:
- Trage die Instanz-ID ein.
- Trage das einmal ausgegebene Zugangstoken ein.
- Setze ein begrenztes Zeitlimit und höchstens die wirklich gewünschten Wiederholungen.
- Aktiviere das Profil und wähle Sicher speichern.
- Wähle Freigabe und Kontingent prüfen.
Das Token wird installationsgebunden verschlüsselt und nicht wieder an den Browser ausgegeben. Ein leeres Tokenfeld behält die vorhandene Kopplung. Kopplung entfernen löscht sie lokal; bei Verlust oder Verdacht auf Missbrauch muss die Instanz zusätzlich durch Tickessa zentral widerrufen oder rotiert werden.
Projekt und Aufgabe freigeben
Wähle für das Projekt die Betriebsart Tickessa AI mit Kontingent. Danach kannst du unter den Aufgabenregeln eines der beim Verbindungstest gemeldeten Tickessa-Modellprofile auswählen.
Die Betriebsarten bleiben hart getrennt:
- Eigener Cloud-Zugang verwendet deinen eigenen Provider-Schlüssel und akzeptiert Tickessa AI nicht als Primärmodell.
- Tickessa AI mit Kontingent verlangt Tickessa AI als Primärmodell.
- Nur lokal verwendet ausschließlich den geprüften internen KI-Dienst.
- Hybrid überträgt Cloudinhalte nur für ausdrücklich freigegebene Datenkategorien.
Wenn du bei einer Tickessa-AI-Aufgabe einen eigenen BYOK-Anbieter als Fallback einträgst, greifen die normalen ausdrücklichen Fallback- und Datenkategoriefreigaben. Ohne diese Freigabe wird nicht gewechselt. Alternativ deaktivierst du die Aufgabe; die manuelle Ticketbearbeitung funktioniert immer.
Kontingentanzeige verstehen
Die Karte zeigt:
- enthaltene Einheiten: monatlicher Vertragsumfang,
- Zusatzbudget: separat freigegebener Mehrverbrauch,
- verbraucht: erfolgreich finalisierte Aufrufe,
- reserviert: begonnene oder noch zu klärende Aufrufe,
- verbleibend: enthaltene plus zusätzliche Einheiten abzüglich Verbrauch und Reservierungen,
- Warnschwelle: prozentualer Hinweis vor dem Ende,
- Hard Limit: vollständige Sperre weiterer Provideraufrufe,
- gemessene Providerkosten: technische Istkosten in US-Dollar, getrennt von deinen Kundeneinheiten.
Einheiten und Providerkosten sind absichtlich nicht dasselbe. So kann ein Vertrag einen einfachen Aufrufszähler verwenden, während Tickessa intern Ein-/Ausgabemengen und tatsächliche Kosten für den Periodenabgleich misst.
Warum Wiederholen nicht doppelt kostet
Jeder lokale KI-Lauf erhält eine eindeutige Auftragskennung. Wenn die Verbindung nach einer erfolgreichen Providerantwort abbricht, wiederholt Tickessa denselben Auftrag mit derselben Kennung. Das Gateway gibt die kurzzeitig verschlüsselt zwischengespeicherte Ausgabe zurück, ohne erneut den Provider aufzurufen oder eine zweite Einheit zu buchen.
Wird dieselbe Kennung mit einem anderen Inhalt verwendet, blockiert das Gateway den Auftrag. Ist der kurze Antwortcache bereits abgelaufen, wird ebenfalls nicht erneut kostenpflichtig ausgeführt. Bei einem mehrdeutigen Providerfehler bleibt die Einheit zunächst reserviert, bis Tickessa sie anhand der Providerabrechnung geklärt hat.
Datenschutz
Das Gateway verarbeitet nur den für die freigegebene Funktion vorbereiteten Kontext. Dauerhaft gespeichert werden Funktion, Modellprofil, gehashte Auftrags- und Nutzlastkennungen, Mengen, Kosten, Status und Zeitpunkte — keine Prompts, Tickettexte, E-Mail-Adressen oder Antworten im Verbrauchs- und Auditprotokoll.
Eine erfolgreiche Ausgabe liegt nur für ein kurzes Wiederholungsfenster verschlüsselt im Gateway und wird danach gelöscht. Der inhaltsfreie Abrechnungsnachweis bleibt erhalten. Vor einer produktiven Nutzung müssen Auftragsverarbeitung, Providerstandort, Löschfristen und die konkrete Datenschutzinformation freigegeben sein.
Warnung, Sperre oder Fehler
Bei einer Warnung prüfst du Restkontingent und erwartete Aufrufe. Ein Zusatzbudget entsteht niemals automatisch. Beim Hard Limit stoppt das Gateway vor dem nächsten Provideraufruf; dadurch entstehen keine unkontrollierten weiteren Kosten.
Wird später ein Zusatzbudget ausdrücklich freigegeben, darf Tickessa denselben zuvor blockierten Auftrag wieder prüfen. Da die erste Abweisung vor dem Providerstart lag, entsteht dabei keine Doppelberechnung.
Bei Freigabe widerrufen oder Anspruch inaktiv verwendet Tickessa nur dann einen eigenen BYOK-Zugang, wenn dieser Rückfall samt Datenkategorien vorher ausdrücklich freigegeben wurde. Ansonsten verwendest du die manuelle Bearbeitung, bis die Instanz geklärt ist. Bei Auftrag wird verarbeitet wartest du kurz; ein erneutes Klicken erzeugt keine zweite Buchung. Bei Idempotenzkonflikt muss der betreffende Lauf geprüft werden, statt eine neue Kennung für denselben möglicherweise bereits bezahlten Auftrag zu erzwingen.